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liebes <s>tagebuch</s> wesen, das das vielleicht liest.
ja, das ist doch eine schöne aussicht oder? liebes wesen. egal wer du bist oder auch nicht bist. ich persönlich glaube zwar nicht dass das jemand liest, dies gedankenergüsse einer sarkastischen, depressiven, selbstverletzenden, arroganten, schwarzenhumorbesitzenden zicke.
ja das bin ich, eine zicke, jedenfalls im moment. die welt nervt mich tierisch und noch mehr nerven mich meine stimmungsschwankungen die vielleicht an den tabletten die sie mir hier geben liegen könnten. <i>hier</i>, das ist dort wo ich gerade bin. und nein, es ist nicht L.A.. ich bin tatsächlich in einer psychiatrischen klink gelandet, nachdem ich wohl nur noch alle um mich herum genervt habe. warum? nunja, ich würde damit beginnen, dass ich seit monaten, vielleicht schons eit jahren extreme stimmungsschwankungen hatte, die weder ich mir noch der erst der welt sich erklären konnte. auch meine therapeutin konnte mir nicht sagen was an mir falsch ist und hat mich irgendwann durch die röhre geshcickt weil sie dachte ich hätte vielleicht einen hirntumor der auf irgendwelche leitungen drückt. nichts, gar ncihts ist in meinem hirn falsch, deshalb schreibe ich auch imemr gute klausuren obwohl ich im nachhinein nie weiß was genau ich denn jetzt geschrieben habe. jedenfalls, wo war ich stehen geblieben? achso, bei den stimmungsschwankungen. die waren gar nciht so schlimm, auch nciht alles zwei minuten oder so, aber teilweise war ich halt monatelang total happy und montaelang depri, meistens war es so, dass ich im sommer, bzw sobald es warm wurde mein leben geliebt habe und im winter selbstmordversuche gemacht habe. das ist mal wieder übertrieben denn ich habe mein leben lang nur einen wirklichen selbstmordversuche gemacht und der war der auslöser dass ich jetzt hier bin, aber dazu später. im endeffekt haben meine hochs dazu geführt dass ich herausragend gute leistungen brachte und meine tiefs auch. nur wenn ich in einem tief war, waren herausragende leistungen ein grund mir die arme aufzuschneiden. schlechte dummerweise auch, so wie überhaupt alles. irgendwann war es dann soweit dass ich, da ich nicht die narbe neu auftrennen wollte, auch da schnitt wo man es sehen könnte: an den händen, an den füßen, an der hüfte. vorher achtete ich sehr penibel darauf, nur dort zu schneiden wo ich die narben gut verstecken könnte, unter stulpen, langen t-shirts oder röcken und hosen. selbst wenn ich ein kleid anhatte hat man nichts gesehen. erstens weil niemand es sehen will zweitens weil ich camouflage-make up entdeckt habe, ich brauchte nicht mal mehr verrätersische pflaster. nunja, letzten winter dachte ich nicht an den sommer, da ich sicher war, diesne nicht mehr zu erlben und eigentlich wollte ich jetzt bereits tot und begraben sein. eigentlich will ich es immer noch, doch der zufall machte mir einen strich durch die rechnung. ich hatte mir den ersten advent als todestag ausgesucht, da meine gesamte familie an diesem tag weg sein sollte. meine mutter war zum adventskaffe eingeladen und nahm meinen stiefvater und meinen kleinen bruder mit und mein großer bruder war an diesem wochenende bei seiner freundin. als meine mutter samt anhang gegangen war, begann ich, meinen abschiedsbrief zu schreiben und als ich damit fertig war, ging ich ins bad, liess badewasser ein, stellte meine anlage ein udn legte zwei rasierklingen bereit. dann ging ich nochmal in mein zimmer, dass ich bereits am tag vorher aufgeräumt und geputzt hatte, nahm die flasche berentzen wildkirsch aus dem regal und aus meiner schublade die packungen schlaftabletten die ich seit 2 wochen in ungefähr 6 verschiedenen apotheken gekauft hatte. ich ging zurück ins bad, drückte alle tabletten aus den packungen in eine glasschüssel und goß mir ein ziemlich großes glas berentzen ein. dann wrde mir das erste problem bewusst: ich kann zwar ohne probleme tabletten schlucken, aber ich hatte noch nie 120 stück hintereinander genommen. das war zwar kein wirkliches problem aber mein krankes hirn gaukelte mir dies so vor. nach dem ersten glas berentzen dachte ich zwar anders darüber, aber es brauchte noch zwei weitere bis ich die ersten tabletten in den mund nahm und hinunterspülte. ich legte mich in die wanne und wartete, bis die tabletten zu wirken begannen. dann nahm ich die beiden rasierklingen und tat den überkreuzschnitt den ich mir schon so oft vorgestellt hatte. von da an weiß ich nichts mehr bis ich wieder zu mir kam, und seitdem bin ich hier.
sie haben mir gesagt dass meine mutter früher als erwartet heimkam und mich in der wanne vorfand, das muss kurz nachdem ich geschnitten habe, passiert sein. ich habe nie darüber nachgedacht wer mich finden könnte, doch wenn ich heute daran denke, dass mein kleiner buder mich gefunden hätte, würde ich mir wohl schreckliche selbstvorwürfe machen müssen. sagen sie jedenfalls alle. das komsiche ist, dass ich mich innerlich fühle, als ob es funktioniert hätte. ich habe das gefühl, über allem zu scheben, ohne dass es mich berührt oder interessiert, aber auch ohne eingreifen zu können. sie sagen mach das, und ich tue es, egal was sie sagen. ich muss einen perfekten soldaten abgeben: ich tue alles was man mir sagt, ohne darüber nachzudenken ob es gut oder nicht gut ist, es ist mri auch vollkommen egal. sie sagen, ich muss mich schlecht fühlen und wollen mit mir darüber sprechen warum ich mich schlecht fühle, aber das sagen sie mir nicht, also kann ich den leuten, denen ich irgendwas erzählen soll auch nichts sagen außer 'ich fühle mich schlecht.' udnd eshalb werde ich noch eine weile hier bleiben. der leiter dieser verwahrungsnastalt sagte mir neulich, dass nicht ich verrückt sei, sondern der ganze rest da draußen und dass er seine aufgabe darin sehe, mich vor der welt draußen zu schützen. doch was ist so schützenswert an mir?
manchmal glaube ich -von ganz alleine und ohne dass sie es mir sagen- es wäre besser wenn ich es geschafft hätte.

30.4.07 22:25, kommentieren